Testaufgaben nach einem Bewerbungsgespräch

Ich habe jetzt länger überlegt, ob ich darüber überhaupt bloggen möchte, da es einen gewissen Impact auf meine Bewerbungsbemühungen geben könnte. Ich mache es doch einmal, denn es gab für mich etwas sehr interessantes.

Zur Zeit bin ich auf Jobsuche, schreibe hier und da eine Bewerbung, doch den Traumjob, den habe ich noch nicht gefunden. Jetzt hatte ich vor einer Weile ein Vorstellungsgespräch und der Herr am anderen Ende der Telefonleitung meinte, es könnte passen. Nachdem er über meine Konditionen nachdachte und das mit der Geschäftsleitung durchsprach, bekam ich einen Anruf, dass diese passen würden, die Firma aber eine Testaufgabe für mich hätte. Darum soll es hier gehen, nämlich um diese eine Testaufgabe und um Testaufgaben im Allgemeinen.

Nachdem wir den Techstack abgeklärt hatten und es darum um PHP und Symfony ging und ich auch sagte, dass ich von beidem keine Ahnung habe (PHP habe ich das letzte Mal vor 17 Jahren gemacht), wurde mir versichert, dass vor dem persönlichen Kennenlernen nur noch eine einfache Testaufgabe zu meistern wäre, nämlich die Umsetzung eines Kontonummer-Bankleitzahlen-IBAN-Konverters. Ich sagte: kein Problem, das musste ich auch schon in einem echten Projekt vor einigen Jahren machen, er soll mir die Aufgabe zukommen lassen. Kurze Zeit später war dann das Dokument mit der Testaufgabe da. Fünf Seiten. Dabei ging es nicht um die Entwicklung eines Konverters, sondern um ein gesamtes Projekt mit etlichen Zwischenstationen.

Ich sollte mich erst einmal in PHP 8.1 einarbeiten. Danach in Symfony 6.1. Um beides richtig zu machen, würde ich schon keine Stunden mehr veranschlagen, sondern eher einige Tage bishin zu wenigen Wochen. Eine Programmiersprache lerne ich zwar schnell, vor allem PHP, bei der ich nicht einmal von ganz vorne einsteigen müsste, dann aber noch ein komplexes Framework, das ist Aufwand.

Zusätzlich dazu sollte ein Login-Verfahren entwickelt werden und eine dazugehörige Website mit Datenbankanbindung (MySQL oder MariaDB). In der Datenbank sollten die bereits zuvor konvertierten Daten tabellarisch dargestellt werden. Jeder Aufruf sollte einen Zähler inkrementieren.

Weiterhin sollten die Daten dann als JSON exportiert werden können.

Dazu gehörte dann die Installation und Konfiguration von Debian 11, die Installation der benötigten Software (spezielle PHP-Version, nicht in APT drin, MySQL oder MariaDB, Symfony und Apache oder NGINX).

Das war der technische Part. Dazu kam dann ein Benutzerhandbuch für den Konverter über Funktionalität und Bedienung. Dann noch eine Dokumentation für das gesamte Deployment durch einen Laien (Installation und Konfiguration Betriebssystem, Installation und Konfiguration Webserver, Installation und Konfiguration Datenbankserver, Installation und Konfiguration PHP, Installation und Konfiguration von Symfony – durch einen Laien!).

Weiterhin sollte das Projekt vorher komplett durchgeplant werden, vermute mit Pflichenheft, war nicht genauer beschrieben und es sollten auch Tests (Unit-Tests, händische Tests) durchgeführt und dokumentiert werden.

Versteht mich bitte nicht falsch: Das alles kann ich, aber rein realistisch, wenn man es vernünftig macht, ist das ein Projekt, das man nicht in einigen Stunden hinbringt, selbst, wenn man PHP und Symfony auf hohem Level beherrscht. Schon alleine am Pflichtenheft schreibt man eine Weile, das Benutzerhandbuch rotzt man auch nicht einfach runter…

In meinen Augen völlig unrealistisch.

Kommen wir aber noch kurz zu generellen Testaufgaben nach Bewerbungsgesprächen und vor Einstellungen. Ich habe sowas früher auch durchgeführt, allerdings nur bei Azubianwärtern und mit ganz einfachen kurzen Aufgaben. Die Tests gingen gut zehn Minuten und ich habe, wenn der Azubianwärter nicht wusste, wie eine Aufgabe zu lösen ist, alles erklärt und mir die Auffassungsgabe angesehen.

Bei Leuten, die seit Jahren im Beruf stehen und auch etliches an Referenzen da haben, finde ich diese Tests in aller Regel unnötig, da die Aussagekraft recht gering ist. Dafür ist, meiner Meinung nach, auch die Probezeit, um zu gucken, ob ein Bewerber hält, was er verspricht.

Ein DOS im kleinen Freizeitpark

Ich war mit meinen Kindern vor ein paar Tagen im Indoor-Park Pippolino in Frechen. Die haben dort tatsächlich noch einige recht alte Systeme stehen, beispielsweise ein altes Rennspiel mit Motorrädern, Flipper und ähnliche Dinge. Eines davon ist ein Flugsimulator.

Flugsimulator
Flugsimulator

Flugsimulator-ComputerVor dem Flugsimulator, auf dem Boden, steht ein alter Computer, der ein DOS startet und darin gibt es eine Auswahloberfläche, in der man den zu startenden Film auswählen kann. Das System kann mehrere verschiedene Filme abspielen und steuert vermutlich dann auch die Maschine.

Leider ist die Fahrt mit dem Simulator – meiner Meinung nach – alles andere als angenehm. Ich war mit meiner kleinen Tochter darauf und wir wurden wie wild hin- und hergeschleudert, ich dachte mir, ich veröffentliche es dennoch einmal hier um zu Zeiten, dass selbst so alte Systeme noch in Betrieb sein können. Das Copyright des Films, der bei uns abgespielt wurde, hatte übrigens 1996 als Datum.

Automatisch und halbautomatisch Software auf macOS aktualisieren

Ok, ich gebe zu, selbst nach Jahren … Dekaden … war das nicht auf meinem Schirm. Klar, ich habe HomeBrew und nutze es auch, einige Programme sind auch aus dem AppStore, aber was ist mit der ganzen “ich lade die Software herunter und installiere sie”-Software? Wie aktualisiere ich sie?

Natürlich: die meisten Programme bringen einen eigenen Updater mit. Man startet das Programm, und je nach Einstellung schaut es selbst nach, ob es ein Update gibt, lädt es und fragt nach, ob es installiert werden soll oder installiert sich dann automatisch beim Beenden und Neustarten. Doch was ist mit Software, die man nur selten oder fast nie startet?

In einem YouTube-Video sah ich “MacUpdater“. Das zwar nicht, wenn man es sinnvoll nutzen möchte, kostenlose, aber doch sehr kostengünstige Programm macht genau das: es zeigt an, welche Software installiert ist, kann sie entweder selbst aktualisieren oder zumindest das Installationsprogramm herunterladen und starten oder einen Hinweis darauf geben, dass man eine manuelle Update-Installation machen soll.

Oberfläche von MacUpdater
Oberfläche von MacUpdater

Ich habe mir die ca. 18 Euro teure Version gekauft, die ich auf bis zu vier Macs in meiner Familie installieren darf.

Vielleicht hilft der Tipp dem Ein oder Anderen. Ich bin auf jeden Fall recht begeistert.

iOS-Zertifikatprüfung (Datumsprüfung) fehlerhaft bei iOS 15.15?

Disclaimer: Ich habe das alles nicht verifiziert. Normalerweise nicht meine Art, aber ich habe gerade keine Zeit. Das ist jetzt “Hausfrauenanalystik”, nicht mehr. Sobald ich Zeit habe, werde ich die Sache noch verifizieren.

Update kam, Update durchgeführt, E-Mails gehen nicht mehr raus. Irgendwas stimmt mit dem Zertifikat nicht. Ich habe selbst erstellte und selbstsignierte Zertifikate. Das Interessante daran: Mein Zertifikat, das ich für E-Mails benutze, hat eine Lebenszeit von 100 Jahren. Dass das natürlich Unsinn ist, müssen wir nicht besprechen, in diesem Fall ist es aber einfach so.

Hier mal ein paar Screenshots. Als erstes das Zertifikat mit OpenSSL ausgelesen (man beachte immer die Validity/Gültigkeit):

Zertifikat via OpenSSL ausgelesen

Jetzt, wie es im Thunderbird aussieht:

Zertifikatsanzeige in Thunderbird

Wir sehen, dass die Laufzeit vom 25.10.2021 bis zum 01.10.2121 geht. Jetzt schauen wir mal auf iOS:

Zertifikatsanzeige in iOS 15.5

Hier werden nur die letzten zwei Ziffern der Jahreszahl angezeigt, aber anscheinend auch nur benutzt. Kann das jemand verifzieren oder mache ich grundlegend was falsch? Gerne per E-Mail an mich.

Zusätzlich habe ich noch probiert, mit einem Supportmitarbeiter zu chatten bei Apple, das war aber ein Riesenproblem, weil der überhaupt nicht mal ansatzweise verstand, worum es geht und dann habe ich noch deren Forum bemüht. Mal schauen, was da raus kommt.

Nachtrag

Momentan wird vermutet, dass ein Zertifikat (bei Apple) generell eine Laufzeit von über einem Jahr nicht übersteigt.

Allerdings ist mein Zertifikat ja ab dem 25.10.2021 ausgestellt und müsste somit erst am 24.10.2022 ablaufen, was ja noch gut fünf Monate dauert.